Familienschatz

Pssssst…

Hallo ihr Lieben,

ich habe heute einen gut gehüteten Familienschatz für euch dabei – das Rezept für den legendären Rhabarber-Käsekuchen. Seit ich denken kann, gehört er zu unserem Kuchenrepertoire. Er ist ein absoluter Dauerbrenner und ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der diesem Kuchen nicht sofort verfallen wäre, wenn er ihn einmal probiert hat. Sobald der erste Rhabarber in den Startlöchern steht, muss der Kuchen sofort gebacken werden. Gern auch in größeren Mengen zum Einfrieren für die harte Rhabarber freie Zeit.

Testet ihn doch mal – ich bin echt gespannt, was ihr dazu sagt 🙂

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So funktioniert’s:

Für den Teig:

150 gr Zucker | 150 gr Butter | 300 gr Mehl | 1 Ei |  1 Päckchen Vanillezucker | 1 Päckchen Backpulver

Für die Käsekuchenmasse:

1 kg Magerquark | 4 Eier | 125 gr Zucker | 100 gr weiche Butter | 1 Päckchen Sahnesteif | 2 Pk. Vanillezucker | 1 Becher Schmand | 1 Päckchen Käsekuchenhilfe

Für den Rhabarber:

1 kg Rhabarber | 3-4 EL Zucker | 1 Päckchen Tortenguß

Rhabarber schälen und in kleine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben, zuckern und abgedeckt eine Stunde ziehen lassen.

Alle Zutaten für den Teig mit dem Knethaken des Rührgerätes schnell verkneten. Auf ein Backblech einen Backrahmen stellen. Teig darin verteilen und mit einer Teigrolle ausrollen.

Alle Zutaten für die Quarkmasse verrühren, Käsekuchenhilfe zuletzt dazugeben.

Rhabarber abseihen, Saft auffangen.

Rhabarber auf dem Quark verteilen. Die Backzeit beträgt 60 Minuten bei 180 Grad.

Kuchen abkühlen lassen. Tortenguß mit Rhabarbersaft anrühren und auf dem Kuchen verteilen.

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Lasst es euch schmecken 🙂

Liebste Grüße und eine tolle Woche,

Sabrina

 

 

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Danke, Barbara Rütting! {Ich back’s mir}

Quiche

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Hallo ihr Lieben,

in den 90er Jahren hatte meine Mutter eine ausgeprägte „Öko-Phase“, wie ich es nenne, womit mein Bruder und ich sie heute bisweilen noch ganz gerne aufziehen. Da wurde geschrotet und gemahlen was das Zeug hielt – heute finde ich das ziemlich cool und auch bewundernswert, welchen Aufwand sie  betrieben hat, um uns eine gesunde Ernährung zu bieten. Damals waren wir natürlich eher weniger angetan von Grünkernauflauf oder gefüllten Kohlrabi. Jedesmal, wenn das Kochbuch von Polit- und Vollwert-Ikone Barbara Rütting gezückt wurde, war uns klar – jetzt gibt’s was Gesundes 😉

Aus eben jenem Kochbuch jedoch hatte meine Mutter die Rezepte für eine Tomatenquiche und eine Lauchquiche, die wir trotz Vollkornteig wirklich ausgesprochen gern gegessen haben. Quiches gibt es in unserer Familie also schon lange bevor sie En Vogue wurden…

Deswegen hab ich mich auch so sehr gefreut, als Clara von Tastesheriff im Rahmen ihrer Aktion „Ich back’s mir“ diesen Monat zum Quichebacken aufgerufen hat. Mein Beitrag ist diese wunderbar leckere Quiche mit Hefeteig, Äpfeln und Salsiccia.

So funktioniert’s (reicht für ein kleines Blech oder für eine große Springform):

Für den Teig:

275 gr Mehl

1/2 Päckchen Trockenhefe

2 TL Fenchelsamen

etwas Zucker

3 EL Öl

1 Prise Salz

140 ml Wasser

Für den Belag:

2 Rosmarinzweige

2 säuerliche Äpfel

etwas Butter

200 gr Schmand

2 Salsicce (oder grobe, rohe Bratwürste)

Salz und Pfeffer

Fenchelsamen mörsern. Die Hälfte der Samen mit Mehl, Hefe, Salz und Zucker mischen. Mit etwas Wasser anrühren. Öl und das restliche Wasser hinzugeben und 5 Minuten gut durchkneten. Etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Quicheform buttern und den Teig darin mit einem kleinen Teigroller ausrollen. Kleinen Rand andrücken. Schmand auf dem Boden verteilen. Salzen und pfeffern. Äpfel in Spalten schneiden und in etwas Butter und Thymian anbraten. Auf dem Schmand verteilen. Das Brät aus den Würsten in kleinen Bällchen aus der Pelle drücken und auf die Äpfel geben. Tarte bei 200 Grad Umluft 20 -25 Minuten backen.

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Ein richtiges Sonntagabendessen, soviel ist klar. Ich hoffe, euch schmeckt es auch 🙂

Liebste Grüße und eine gute Woche,

Sabrina

Rezept aus „Lust auf Genuss“ 10/2013.

Cozy Times Ahead

Pumpkin

Hallo ihr Lieben,

meine Güte, 4 (in Worten: V-I-E-R) Wochen soll es her sein, dass ich den letzten Beitrag gepostet habe? Oh weia…sorry für die Funkstille, es geht momentan turbulent zu im Hause Ha(e)ppchen! Der 30. Geburtstag meines Liebsten stand an, ein Ausflug nach München und ein Abstecher in die Heimat…immer nur auf Jück, wie der Rheinländer sagen würde 😉 Jetzt bin ich aber wieder voll und ganz für euch da und hab einige schöne Beiträge in petto – man darf also gespannt sein.

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Während meiner digitalen Abwesenheit ist es ja ganz plötzlich Herbst geworden. Ich kann das anfangs immer nur schwer akzeptieren, dass der wie immer viel zu kurze Sommer nun schon wieder vorbei sein soll, besonders wo wir alle schönen Sommertage in diesem Jahr gefühlt mit der Renovierung der neuen Wohnung verbracht haben. Nun denn, ich hab mich damit abgefunden und genieße jetzt die Herbstsonne und fiebere derweil schon einmal der Eröffnung der Weihnachtsmärkte entgegen.

Passend zu dem schönen Herbsttag heute habe ich ein Rezept mit Kürbis für euch: Einen Pumpkin-Cheesecake, frei interpretiert nach Martha Stewart. Ein echt leckeres Küchlein, das ehrlicherweise nicht besonders nach Kürbis schmeckt, aber dafür schön saftig ist und eine hübsche gelbe Farbe hat.

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So funktioniert’s:

Für den Boden:

1 Packung Vollkornbutterkekse

50 gr Zucker

3 EL geschmolzene Butter

Für den Belag:

500 gr Magerquark

200 gr Schmand

300 gr Doppelrahmfrischkäse

200 gr Zucker

1 TL Zimt

1 EL Vanilleextrakt

350 gr Kürbispüree

4 Eier

Für den Keksboden die Butterkekse in einem Multizerkleinerer zerkrümeln. In einer Schüssel mit der geschmolzenen Butter sowie dem Zucker vermengen. In einer Springform (ø26 cm) verteilen und mit einem Löffel oder einem Kartoffelstampfer zu einem kompakten Boden andrücken. Bei 175 Grad etwa 10 Minuten vorbacken.

Unterdessen Quark, Schmand und Frischkäse mit dem Zucker, dem Zimt und dem Vanilleextrakt cremig rühren. Dann das Kürbispüree unterziehen.

Dieses habe ich vorab aus einem halben Butternut-Kürbis hergestellt: Kürbis schälen, würfeln und mit ganz wenig Wasser weich kochen. Überschüssiges Wasser abgiessen und Kürbis pürieren. Abkühlen lassen. Das Kürbispüree lässt sich gut vorbereiten und ggfalls auch einfrieren.

Zum Schluss die Eier nach und nach unterziehen. Bei 175 Grad für weitere 40-45 Minuten backen, ggfalls nach 30 Minuten mit Alufolie abdecken.

Abkühlen lassen und wenn gewünscht mit Sahnetupfen verzieren.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr mit dem Kuchen auch alle vermeintlichen Kürbishasser um den Finger wickelt 🙂

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Ich wünsche euch eine tolle Woche!

Liebste Grüße

Sabrina

Happy World Baking Day!

Erdbeercheesecake

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Hallo ihr Lieben,

ich bin so glücklich! Der kleine Frühling ist wieder aufgetaucht! Dank tatkräftiger Überzeugungsversuche (übrigens auch hier aus der Bloggercommunity) hat er sich entschlossen, diesmal länger zu bleiben! Endlich mal ohne Jacke das Haus verlassen, endlich mal die Sonnenbrille rausholen…Frühling, ick mag dir!

Und vor allem ist es ganz wunderbar, dass er sich entschlossen hat, genau an diesem Wochenende wiederzukommen. Am Samstag fand nämlich der alljährliche Japantag in Düsseldorf statt und es wäre zu schade gewesen, hätten all die Samurais, Sumos und Sailormoons im Regen stehen müssen. Aber darüber muss ich euch ein andermal genauer berichten…

Frühling, um deine freudige Wiederkunft zu zelebrieren (und auch den World Baking Day, ähem), habe ich dir einen Erdbeer-Cheesecake gebacken, den ich dir als Opfergabe/ Bestechungsversuch darreichen möchte. Bitte, bitte verlass uns nicht so bald wieder! 😉

So funktioniert’s:
Für den Teig:
1 Ei
150 gr Margarine
100 gr Zucker
1 Vanillezucker
1/2 Päckchen Backpulver
200 gr Mehl
Für die Quarkmasse:
500 gr Magerquark
200 gr Schmand
200 gr geschlagene Sahne
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
150 gr Zucker
ein paar Spritzer Zitronensaft
Für den Erdbeerspiegel:
500 gr Erdbeeren
etwas Wasser
1/2 EL Speisestärke
1 EL Zucker
Deko:
300 gr Erdbeeren

Aus den Zutate für den Teig einen Knetteig herstellen und kurz kalt stellen.

Quark, Schmand, Eier, Zucker und Puddingpulver verrühren. Sahne steif schlagen und unterheben.

Den Teig mit einem kleinen Teigroller in der gefetteten Springform (ø 26 cm) ausrollen. Einen ca. 3 cm hohen Rand andrücken. Um ihn als ganzes auszurollen und in die Form zu hieven, ist er leider etwas zu weich. Mit einer Gabel einstechen und dann die Quarkmasse darauf verteilen. Bei 180 Grad 60 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Für den Erdbeerspiegel Erdbeeren mit etwas Wasser ca. 10 Minuten einkochen lassen, dann pürieren. 1/2 El Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren, zum Erdbeerpüree geben und kurz aufkochen lassen, bis die Flüssigkeit eindickt. Auf den Cheesecake geben und mit ganzen Erdbeeren dekorieren.

Und dann: nomnomnom. Kuchen weg! 😉

Liebste Grüße und eine schöne Woche wünscht euch

Sabrina

Erdbeeren

Einmal süß-sauer, bitte!

grapefruit

Grapefruit

Hallo ihr Lieben,

schon längst wollte ich einmal bei der wunderbaren Blogaktion „Ich back’s mir“ von Tastesheriff Clara mitmachen. Doch leider hab ich irgendwie immer den Zeitpunkt verpasst und dann war die Aktion für den jeweiligen Monat wieder gelaufen. Naja 🙂 Ich habe aber daraus gelernt und mir einen Alarm in mein Handy eingespeichert, das mich nun rechtzeitig daran erinnert nachzusehen, welche Backchallenge sich Clara wieder ausgedacht hat. Und diesmal hat sie echt einen rausgehauen: Backen mit Zitrusfrüchten! Nicht so wild, könnte man jetzt denken, doch ich habe euch ja bereits hier und hier Rezepte mit Zitronen vorgestellt, sodass es diesmal ja etwas anderes sein musste. Nach reichlich  Hirn zermartern kamen diese kleinen Köstlichkeiten heraus: Grapefruit-Bienenstich-Türmchen!

Ich war zuerst eher skeptisch, da ich mir die Mischung aus dem süßen Teig mit Mandeltopping, der Quarkmasse und der säuerlichen-bitteren Grapefruitcreme so gar nicht vorstellen konnte. Aber ich sage euch mal was: Das geht hervorragend zusammen und schmeckt ganz sommerlich leicht und erfrischend!

Grapefruit Bienenstich

So funktioniert’s (reicht für eine große Springform oder 12 Törtchen):

Für den Teig:
200 gr Butter
200 gr Zucker
2 Eier
etwas Salz
500 gr Mehl
1 Päckchen Backpulver
1/4 Liter Milch
Für den Belag:
100 gr Butter
200 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 EL Milch
350 gr Mandelblättchen
Für das Grapefruitkompott:
5 Grapefruits
2 EL Zucker
1 1/2 EL Speisestärke
Für die Quarkcreme:
500 gr Magerquark
1 1/2 Päckchen gemahlene Gelatine
200 gr geschlagene Sahne
200 gr Schmand
100 gr Zucker
1 Päckchen Vanillezucker

Aus Butter, Zucker, Vanillezucker, Eiern, Salz, Mehl, Milch und Backpulver einen Rührteig herstellen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig auf die Backringe verteilen. Für den Belag Butter mit dem Zucker und der Milch zum schmelzen bringen und 5 Minuten köcheln lassen, bis die Masse eindickt. Auf dem rohen Teig verteilen und das Ganze 35 Minuten bei 175 Grad backen. Auskühlen lassen und anschließend quer teilen.

Für das Grapefruitkompott drei Grapefruits auspressen, Saft auffangen. Dies sollte etwa 400 ml ergeben. Falls zu wenig, mit Orangensaft auffüllen. Mit dem Zucker aufkochen lassen. Die Stärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und dann unter den Saft rühren. Aufkochen lassen. Die übrigen Grapefruits filetieren, dabei darauf achten, dass die weißen Trennhäutchen ganz entfernt werden. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden und unter die Masse rühren.

Die Törtchenböden wieder in die Backringe legen. Kompott darauf verteilen. Etwa eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Währenddessen Quark mit Schmand und Zucker verrühren. Gelatine nach Anweisung auflösen und mit etwa 3 EL der Quarkmasse verrühren. Unter den Quark rühren. Anschließend die geschlagene Sahne unterheben. Quarkmasse in den Backringen verteilen. Die Teigdeckel mit der Mandelhaube darauf setzen. Mindestens drei Stunden kalt stellen. Dann mit einem scharfen Küchenmesser die Törtchen vorsichtig aus den Förmchen lösen und servieren.

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Also an dieser Stelle muss ich Clara wirklich mal ein Dankeschön aussprechen, denn ohne die „Ich back’s mir!“-Aktion hätte ich die Grapefruit-Törtchen im Leben nicht gebacken und hätte definitiv was verpasst 🙂

Habt ein tolles, sonniges Wochenende!

Ich sende euch die liebsten Grüße,

Sabrina

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Ernte-Dank!

Mirabelle

Mirabellenkuchen

Ich habe euch ja neulich schon von meinem Beerendilemma berichtet.

Kaum hatte ich die letzte familiäre Obst- und Gemüselieferung verarbeitet, stand voriges Wochenende wieder ein Abstecher in die fränkische Heimat an. Neben einem Kürbis, diversen Kilos Tomaten, Gurken, Zucchini, einer Kiste Äpfel und Birnen sowie Weintrauben gab’s diesmal auch eine Schüssel Mirabellen. Einen riesen Ernte-Dank dafür 🙂

Ich lieeeebe nämlich Mirabellen!!! Zwar hatte ich mich neulich schon an einem Beutel Mirabellen satt gegessen, den mir eine liebe Kollegin mitgebracht hatte, aber Mirabellenkuchen gabs dieses Jahr noch keinen… Ein untragbarer Zustand. Und da die Mirabellen ohnehin schon ziemlich reif waren und schnell verarbeitet werden mussten, bot sich ein Mirabellenkuchen ja geradezu an. Das folgende Rezept ist absolut einfach und schmeckt genauso gut mit Zwetschgen, Äpfeln, Birnen oder Kirschen.

Mirabelle

Für den Teig:
150 gr Quark
100 ml Milch
100 ml Öl
75 gr Zucker
1 Pk. Vanillezucker
1 Prise Salz
300 gr Mehl
1 Pk. Backpulver
Für den Belag:
1/2 Becher Schmand
1 Ei
1 Pk. Vanillezucker
500 gr Mirabellen, entsteint
Für die Streusel:
125 gr Mehl
75 gr Margarine
70 gr Zucker
Zimt
gehobelte Mandeln

Die Zutaten für den Teig verrühren und in eine gefettete Form streichen. Schmand mit Ei und Zucker verrühren und auf dem Teig verstreichen. Mirabellen entsteinen und auf die Schmandmasse geben. Zutaten für die Streusel schnell verkneten und mit den Händen noch ein bisschen nacharbeiten. Zusammen mit den Mandeln über das Obst streuen. Bei 180 Grad 45 Minuten lang backen.

Lasst ihn euch schmecken, am besten noch lauwarm, mmmh 🙂

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