Farewell

Feuerwehrtorte

Hallo ihr Lieben,

zu erst einmal möchte ich euch ein gutes neues Jahr wünschen, wenn auch etwas verspätet.

Hier war es ja ziemlich ruhig in den letzten Tagen, das hat auch einen traurigen Grund. Meine geliebte Oma ist an Weihnachten ganz plötzlich und unerwartet gestorben. Und auch wenn ich unendlich traurig bin, ist mein Herz voller Dankbarkeit, dass ich 28 Jahre mit meiner wunderbaren Oma verbringen durfte, und es ist voller schöner Erinnerungen an sie.

Erinnerungen daran, wie ich als Mädchen bei Oma auf dem alten Sofa, das sie so schön altmodisch „Chaiselongue“ genannt hat, Mittagschlaf gemacht habe. Erinnerungen daran, wie ich bei Oma auf der Eckbank sitze und sie „Hefekissen“ für uns macht. Erinnerungen daran, wie ich mit Oma im Hühnerstall die Hühner gefüttert habe. Erinnerungen daran, wie wir zusammen Plätzchen gebacken haben. Erinnerungen daran, wie sie immer so stolz war, wenn ich etwas erreicht habe.

Auch wenn sie nicht mehr bei uns ist, weiss ich doch, dass mir viel von ihr bleibt. Meine Oma war nämlich eine fantastische Bäckerin und immer auf der Suche nach neuen, ausgefallenen Tortenkreationen, mit denen sie uns überraschen konnte. „Ich hab da was neues ausprobiert – aber mich nicht ganz ans Rezept gehalten“ konnte man immer von ihr hören. Und trotzdem – oder genau deswegen? – waren Omas Kuchen und Torten immer so herrlich. Unvergesslich, wie Oma eines Tages mit einem (wirklich!) einen Meter langen Kuchen ankam, der unsichtbar aus zwei Kuchen zusammengesetzt wurde, und sich diebisch freute, als alle ganz verwirrt waren, wie sie bloss so einen riesigen Kuchen in ihren Ofen bekommen konnte.

Zu Ehren meiner lieben Oma Elsbeth gibt es deshalb heute das Rezept für ihre famose Feuerwehrtorte (die natürlich nicht so schön aussieht, wie wenn sie die gemacht hat).

So funktioniert’s:

Für den Teig:

  • 200 gr Mehl
  • 75 gr Zucker
  • 75 gr Butter
  • 1 Ei
  • 1 TL Backpulver

Für die Füllung:

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 1/2 l Kirschsaft
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Für die Streusel:

  • 100 gr Zucker
  • 100 gr Butter
  • 100 gr Mehl
  • 100 gr Nüsse
  • 1 Msp. Backpulver
  • 200 ml Sahne

Zutaten für den Teig rasch verkneten und kurz kalt stellen. Eine Springform (∅ 26cm) fetten und den Teig daran ausrollen. Einen Rand andrücken. Teig mit einer Gabel einstechen.

Kirschsaft aufkochen. Puddingpulver nach Anweisung anrühren und zum Saft geben. Aufkochen lassen, bis die Masse eindickt. Kirschen dazugeben und unterrühren. Kirschpudding auf dem Teig verteilen.

Zutaten für die Streusel mit Knethaken verkneten und falls nötig, noch mit den Händen nacharbeiten. Auf den Kirschen verteilen.

Bei 200°C Ober-/Unterhitze 45 Minuten backen. Abkühlen lassen.

Sahne mit einem Päckchen Vanillezucker steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen. Mit Schokospänen verzieren.

 

Ich bin sicher, die Feuerwehrtorte wird euch auch so gut schmecken wie mir 🙂

In diesem Sinne – ein Hoch auf meine Oma und ein Hoch auf all die lieben Omis dieser Welt und ihre Enkel, die sie vermissen.

Ich wünsche euch eine gute Woche

Liebe Grüße,

Sabrina

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11 Kommentare zu „Farewell

  1. Ach Sabrina, das tut mir sehr leid.Feier deine Oma und die Erinnerungen an sie mit jedem Bissen von diesem leckeren Kuchen und jedem Kuchen, der danach noch kommt.
    Liebe Grüße
    Jessa

  2. Liebe Sabrina,
    Ich finde es unglaublich lieb von dir, deiner Oma hier auf deinem Blog ein Denkmal zusetzen. Das ist eine fabelhafte Idee und eine wunderbares Rezept von deiner Omi.
    Sie lächelt dir heute sicher von oben zu 🙂

    Maren

  3. Deine Oma klingt wie eine wunderbare Frau. Bei uns ist kurz vor Weihnachten die Oma meines Mannes gestorben. In ihren Ehren machen wir nächste Woche gemeinsam ihre Krapfen, die sie in den letzten Jahren nicht mehr selbst machen konnte aufgrund ihrer Krankheit.
    Ich wünsch dir nichtsdestotrotz ein wunderbares Jahr 2015! Alles Liebe,
    Maria

  4. Liebe Sabrina, wie schön, dass Du Deine Erinnerungen an Deine Oma und ihr Rezept mit uns teilst! Möge sie von oben herabschauen und sich freuen!
    Liebe Grüße, Dina

  5. Liebe Sabrina, ich war für Dich auch sehr traurig – glaube mir. Ich hatte keine Oma (eine war schon nicht mehr am Leben, als ich geboren wurde, die andere lebte in Berlin und ich sah sie sehr sporadisch). Denke an die 28 glücklichen Jahre und all‘ die vielen schönen Erinnerungen, die Du im Herzen behalten wirst.
    Die Feuerwehrtorte sieht super aus und schmeckt bestimmt genauso!
    Ich bin eine recht passable Kuchenbäckerin – mit den Torten habe ich es nicht so. Lust, mich einmal an dieser zu erproben, hätte ich schon. Das Rezept werde ich auf jeden Fall einmal speichern (für stressfreiere Zeiten).
    Alles Liebe und bis bald
    Hilde

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